Aktuelles: Musik- und Kunstschule Östringen

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Leidenschaft und Virtuosität in der Städt. Musik- und Kunstschule Östringen

Leidenschaft und Virtuosität

Ehemaliger Schüler Tobias Dietrich zu Gast in der Musikschule

Eine besondere Klaviermatinee konnte erleben, wer sich am vergangenen Sonntag Vormittag in den Vortragssaal der Musik- und Kunstschule Östringen begeben hatte. Tobias Dietrich, der zur Zeit eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl absolviert, war zuvor mehrere Jahre Schüler bei Markus Widdermann an der MuKs Östringen gewesen und daher gerne einer Einladung an seine ehemalige Wirkungsstätte gefolgt.

Eröffnet wurde das Programm mit Präludium und Fuge B-Dur aus dem ersten Band des Wohltemperierten Klaviers von J. S. Bach. Die wirbelnden Klangfiguren des toccatenhaften Präludiums erklangen mit fein herausgearbeiteter Delikatesse und ließen sofort an das Cembalo denken, für das es ursprünglich komponiert worden war. Auch die Themeneinsätze der darauf folgenden Fuge waren klanglich und artikulatorisch konsequent disponiert.

Beethovens Sonate D-Dur op. 28 („Patorale“) gehört zu dessen mittlerer Schaffensperiode. Der klangliche und stilistischen Sprung vom Barock zur Wiener Klassik gelang Dietrich dabei äußerst überzeugend. Ob singende Melodik über pochendem Orgelpunkt zu Beginn, Choralmelodie über Staccato-Begleitung im Andante, zierlich-tänzerische bis widerborstige Rhythmik im Scherzo sowie teils filigrane, teils virtuose Passagen im abschließenden Rondo: Stets fand Dietrich, dynamisch fein abgestuft, den richtigen Tonfall, gepaart mit klug disponiertem Pedalgebrauch.

In der „Suggestion diabolique“ op. 4 von Sergei Prokofjew konnte Dietrich eine weitere Facette seines Könnens zeigen. Die „teuflischen“ Schwierigkeiten des Stücks sind offenkundig, wurden aber nicht nur technisch souverän gemeistert, auch die extrem kantigen Kontraste dieser expressiv-fratzenhaften Musik wurden adäquat dargestellt.

Mit Mendelssohns Fantasie op. 28, fis-Moll erklang ein weiterer Höhepunkt. Trotz der Bezeichnung „Fantasie“ sind die Parallelen zur klassischen Sonate nicht zu übersehen. Hier war der Pianist voll in seinem Element und konnte die schwärmerische romantische Stimmung, die in allen drei Sätzen allgegenwärtig ist, sowohl in den lyrischen als auch virtuosen Passagen voll zur Geltung bringen.

Zum Abschluss schließlich F. Chopins Etüde C-Dur op. 10/1. Das Stück, das allen Pianisten die Schweißperlen auf die Stirn treten lässt, absolvierte Tobias Dietrich perfekt, quasi ohne mit der Wimper zu zucken. Als Dankeschön für den begeisterten Applaus des Publikums erklang als Zugabe, wie hätte es auch anders sein können, von Chopin die Etüde op. 25/12.

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